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Übersäuerung als Auslöser von Stoffwechselproblemen

Das eher naturheilkundliche Problem "Übersäuerung" zeigt sich besonders vielfältig. Zu den typischen Übersäuerungserscheinungen gehören Muskelverspannungen, entzündliche Vorgänge, Knochenprobleme und Bindegewebsstörungen bis hin zu Hufrehe, EOTRH und Equinen Sarkoiden.

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Wie kann man sich eine körperliche Übersäuerung vorstellen?

Allem voran Stress, Austrocknung bei heißen Tagen verbunden mit körperlicher Anstrengung, eine einseitige Fütterung mit zu hohen Getreiderationen bei zu wenig Raufuttergabe oder Silagefütterung kann zu einem Mangel an Basenbildnern im Körper, allem voran Natriumhydrogencarbonat, führen. Der Organismus ist dann nicht mehr in der Lage, durch den Stoffwechsel entstandene oder zugeführte Säuren gezielt durch Neutralisation abzubauen, so dass langfristig gesundheitliche Probleme entstehen. Der so übersäuerte Körper wirkt regelrecht „verharzt“, man könnte auch sagen: es fühle sich an, als sei Sand im Getriebe. Typische Zeichen für eine Übersäuerung und damit das Fehlen basenbildender Stoffe können Gelenksprobleme, Muskelverhärtungen, Verspannungen, Entzündungen, aber auch Unwilligkeit sein. Die Huflederhaut kann besonders empfindlich (fühlig) werden, was bis zur Hufrehe führen kann. Es können immer wieder Gelenksblockaden durch unelastisches Bindegewebe oder verspannte Muskulatur auftreten. Die Pferde wirken nach außen hin entweder sehr füllig bis schwammig oder dürr bis abgemagert. Die Psyche kann angespannt wirken.

Wie Säuren im Körper neutralisiert werden

Natriumhydrogencarbonat ist ein körpereigenes Salz, dass bei der Einspeichelung von Futter (besonders beim ausreichenden Kauen von Heu und Stroh) aus Natriumchlorid (Kochsalz) und Wasser gebildet wird. Dabei entsteht gleichzeitig Salzsäure, die im Magen zur Einsäuerung und Desinfektion benötigt wird. Natriumhydrogencarbonat ist durch seine Molekularstruktur fähig, im Körper Protonen abzufangen um damit überschüssige Säuren zu neutralisieren. Beispiele für solche - im eigenen Stoffwechsel produzierte - oder zugeführte Säuren sind die Harn- und die Milchsäure, deren Überschüsse man häufig in der Muskulatur findet. Im Stoffwechsel und der Verdauung können noch aggressivere Säuren wie Schwefel- und Phosphorsäure gebildet werden, die sich - abgepuffert als Salze - in den Gelenken abgelagern können und sich störend auswirken.

Allgemeine Fütterungsmaßnahmen bei Übersäuerung

Übersäuerte Pferde sollten besonders stärke- und bedingt eiweißarm, jedoch faserreich gefüttert werden. Bevorzugen ist auf alle Fälle kaufähige Rohfaser in Form von hochwertigem Heu und Stroh. Von Silage oder Heulage ist dringend abzuraten, da silierte Futter an sich bereits über einen niedrigen pH-Wert verfügen (pH 3,5 bis 5,3). Die Fütterung von Ölen gilt als neutral. Sinnvoll ist eine Mäßigung der Getreidezufuhr (Mais, Gerste, Weizen) zugunsten rohfaserreicher Pellet- oder Müslifutter bzw. Heucobs.

Schnelle Hilfe durch rasche Verfügbarkeit

Die Nr. 10 Wellness basiert auf der Mischung eines basenbildenden Salzes mit einer speziellen Kräuter- und Gewürzzubereitung (Salbei, Kerbel, Basilikum, Fenchel, Anis, Kurkuma, Petersilie, Hagebutte), die der natürlichen Supplementierung der Futterration bei Säureüberschüssen dienen.

Besonders zu empfehlen ist die Kräutermischung Nr. 10 nach harten Turniertagen, langen Aus- oder Distanzritten, sowie während Diäten (z.B. bei EMS) und bei Silagefütterung.

Natriumhydrogencarbonat gilt als Doping. Daher bitte 48 Stunden warten, dann sind vorübergehende durch die Ernährung zugeführte Natriumhydrogencarbonatgaben wieder rasch auf den körpertypischen Gehalt eingependelt.

Zusammensetzung:

Natriumhydrogencarbonat, getrocknete Kräuter, Hagebuttenfrüchte, Kurkumawurzel, Rote Beete

Analytische Bestandteile:

Rohprotein 5%, Rohfett 2%, Rohfaser 17%, Rohasche 15%, Natrium 16%

Fütterungsempfehlung:

tägl. 15 bis 30g (1 bis 2 Meßlöffel)

Doping: Bitte halten Sie, wenn Sie auf Turnieren starten, eine Karenzzeit von 48 Stunden bei diesem Produkt ein.

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